Trus’Me • In The Red • Fat City/Groove Attack, 11.12.09

Bereits zum Ende des Jahres 2007 gelang es dem Briten David Wolstencroft alias Trus’Me mit seinem Debüt Working Nights, noch einen echten Jahrgangsklassiker hinzulegen. Sein Soul- und Afrobeat-basierter Discohouse versetzte nicht nur den lokalen Plattenhändler in Verzückung, sondern ist seitdem auch ständiger Bestandteil eines jeglichen DJ-Sets des Rezensenten. Zur Jahreswende folgt jetzt das lang ersehnte neue Album. In The Red schließt nahtlos an den vor Sample- und Detailliebe strotzenden Vorgänger an. Musikalische gereift hat der DJ, Produzent und Musiker aus Manchester sein Talent um echtes Soundwriting erweitert und präsentiert nun ein kohärentes Werk aus acht in sich verwobenen Titeln. So rund wie eine gut geschnittene Schallplatte nur sein kann. Kongeniale Unterstützung gibt es von Amp Fiddler und Wunderkind Dam-Funk von Stone Throw Records. Absolutes Highlight ist das minimalistische „Sweet Mother“: Ein treibender Song aus der Zeit, als der Soul seine afrikanischen Wurzeln entdeckte. (Falco Stienen)