
Für ihr viertes Studioalbum The Pariah, The Parrot, The Delusion haben sich die Progrocker von Dredg durch Salman Rushdies Essay „Imagine There‘s No Heaven: A Letter To The 6 Billionth Citizen“ inspirieren lassen. In ihren Stücken thematisieren die Musiker aus San Francisco den Idiotismus der
Moderne, vor allem die Sinnlosigkeit religiöser Kriege. Dabei dominieren klare Songstrukturen zumeist die experimentellen Passagen. Ganz ohne verspielte Samples kommen die vier Kunstliebhaber dann aber doch nicht aus. Und so verbinden häufig sphärische Klangfetzen die flächigen Rockmelodien
der 18 Arrangements. Das Album „hat Ecken und Kanten und ist stellenweise sehr ungezwungen, wie unser altes Material“, sagt Mark Engles, dessen majestätischen Slide-Gitarrenriffs zu den vertrackten Rhythmuswechseln von Schlagzeuger Dino Campanella oszilliert. Eingehüllt werden sie durch warme Pianoklänge. Einzig der elegische Gesang von Frontmann Gavin Hayes vermag es, die dichten Soundteppiche zu durchbrechen. (ag)
