Adam Green • Sixes And Sevens • Rough Trade, 07.03.08

Sixes And Sevens heißt das fünfte Soloalbum des amerikanischen Songwriters Adam Green. Zuletzt debütierte er noch als Verfasser eines skurrilen Gedichtbandes, mit dem der introvertierte Hobbyliterat vor allem in Deutschland Erfolge feierte. Inzwischen wohnt der 27-Jährige sogar in Berlin. Mit seiner neuen Platte beweist der Crooner erneut, dass seine Stärken im Geschichtenerzählen liegen. Sage und schreibe 20 Titel enthält das Kunstwerk – da darf man getrost von einem Langspieler sprechen. Doch diesmal klingt alles überraschend anders: etwas weniger Dylan, dafür ein guter Schuss Motownsoul, viele Bläser, Gospelchöre und Perkussionen. Eben möchte man Sirtaki tanzen, im nächsten Moment wähnt man sich im Bacardi-Feeling. Sixes And Sevens ist ein bunter Hund – sein Herzstück sind die intelligenten Lyrics: ständig flackern Witz und Kreativität auf. Was anfangs irritiert, findet schnell Gefallen. Am Ende schafft es der verträumte Entertainer doch wieder, uns charmant um den kleinen Finger zu wickeln. (André Gieße)