Blackmore’s Night • Secret Voyage • Steamhammer (SPV), 30.06.08

Es ist schon ein ruppiges Schlachtfeld voller Stacheldraht und Tretminen, auf das man sich begibt, wenn man sich mit harten Blackmore’s Night-Fans anlegt. So weichgespült die Ergüsse des 63-jährigen Ex-„Deep Purple“-Gitarristen Richie Blackmore und seiner 26 Jahre jüngeren Lebensgefährtin Candice Night auch sein mögen, so pazifistisch der mittelalterlich verbrämte Singsang auch daherkommt – wenn es um Kritik am süßholzraspelnden Schmachtstimmchen der Amerikanerin geht, schrecken sie nicht einmal vor Morddrohungen zurück, wie nach dem Konzert vor zwei Jahren auf der Creuzburg. Meine Meinung ändere ich deshalb trotzdem nicht: „Blackmore’s Night“ sind nicht nur Schmach und Schande für den einstmals besten Gitarristen der Welt, der hier ins zweite Glied verfrachtet wird, sondern so aufregend wie eingeschlafene Füße…eine Mischung aus Yvonne Catterfeld und „Kelly Family“, die von beiden Seiten die schlechtere Hälfte erwischt hat. Absolut gruseliger Stoff, der zu Tränen rührt – vor Verzweiflung! (Klaus Peter Kaschke)