Wolfmother – also das, was nach dem Abgang von Schlagzeuger Myles Heskett und Keyboarder Chris Ross noch davon übrig ist – sind Gefangene ihrer eigenen Zeitmaschine. Abgesehen von der Besetzung, hat sich bei den australischen Retro-Rockern wenig verändert. Vier Jahre nach dem umjubelten Erstling ist das behaarte Biest aus dem Sunset Boulevard Studio in Los Angeles gekrochen und hält das zweite Album Cosmic Egg in seinen Klauen. Neben psychedelische Balladen glänzt die kosmische Wuchtel durch knallharte Kracher. Die neuen Songs stammen aus verschiedenen Zeiten und Orten. „Einige wurden recht spontan während der letzten zwei Wochen des Trackings geschrieben, andere schwebten unvollendet seit zwei Jahren umher“, sagt Gitarrist und Sänger Andrew Stockdale, der erneut seiner Schwäche für klassischen 70er-Heavy-Rock frönt. Dabei kombinieren der gelockte Schreihals und seine drei neu gecasteten Kollegen bluesigen R’n’B mit ebenso brillanten wie langen Led Zeppelin-Riffs und warmen Pianopassagen. (ag)

