Da sind sie wieder, die hektischen Beats, die ausgeklügelten Synthies und Gitarrenriffs. Auf ihrem dritten Langspieler Quicken The Heart knüpfen Maximo Park an den intelligenten Postpunk (Joy Division, Gang of Four) der beiden furiosen Vorgängeralben an. Doch obwohl die britische Band um Frontmann Paul Smith erneut mit raffinierten Hooklines, mitreißenden Refrains und poetisch-romantischen Texten aufwartet, wirkt das neue Material etwas kraftlos. Zwar ist da dieser energetische Enthusiasmus, nach treibenden Tanznummern für die Indie-Disco sucht man allerdings vergebens. Scheint so, als würde das Quintett aus Newcastle langsam erwachsen. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass sich zunehmende Komplexität und Hitpotential antiproportional zueinander verhalten. So verfügt das in Los Angeles produzierte 37-Minuten-Werk über Qualitäten, die man erst im zweiten Durchlauf entdeckt. Alles in allem ist Maximo Park jedoch ein solides Album gelungen – kein Schritt nach vorne, aber auch keiner zurück. (André Gieße)
