In dem Roman Das zerbrechliche Leben begegnet uns das Leben als eine Konstruktion aus Erinnerungen, aus Fragen und vor allem aus den Begegnungen mit anderen Menschen. Fragil ist diese Konstruktion, zerbrechlich. Aber auch dehnbar und deshalb facettenreich, unerschöpflich. Diese Erfahrung macht auch Johannes Thomasson, ein Mann, der fast am Ende seines Lebens steht. Seit seine Ehefrau Siri bei einem Schiffsunglück vor zwölf Jahren gestorben ist, hat er sich eingeigelt, ist zum Eigenbrötler geworden.
Robert Åsbacka • Das zerbrechliche Leben • Hanser Verlag, 2010
[Rec], 2008
Ein kurzer, schmerzhafter Albtraumtrip ist dieser Film, geprägt von gesunder Härte, ein bisschen Ekel und vor allem jener Portion Genialität, die im Fall von Horrorfilmen noch unentbehrlicher ist, als sonst, um aus Durchschnittsware etwas Besonderes zu machen: [Rec] Mit einfachsten Mitteln erzählt – schmutzig und dreckig – entstand ein Gruselkabinett des Katholizismus, das puren Horror mit erkennbarem Bunuelschem Gelächter, Trash-Ästhetik mit dem Bild eines teuflischen Christentums verbindet. Bilder fürs Teuflische, die man seit dem Exorcist so nicht mehr gesehen hatte. Bevor es soweit ist, beginnt es erst einmal konventionell: Durchschnittsfernsehen, eine jener üblichen nichts sagenden Ballaballa-Sendungen, in denen eine überkandidelte, ebenso blonde wie junge Reporterin von der Kamera begleitet einer Feuerwehreinheit beim Einsatz über die Schulter glotzt.

