Während die Uhr tickt und Ryder gnadenlos sein Ziel verfolgt, sucht der Fahrdienstleiter Walter Garber (Denzel Washington) fieberhaft nach einer Möglichkeit, den Gangster zu stoppen. Das Problem: Garber ist Beamter der New Yorker Verkehrsbetriebe – er ist kein Polizist und er ist für Verhandlungen mit Gangstern und Terroristen in keiner Weise ausgebildet. Dennoch besteht Ryder darauf, ausschließlich mit ihm zu sprechen. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine dramatische Verhandlung, bei der etliche Menschenleben auf dem Spiel stehen. Bei den Wortgefechten muss Garber unter Hochdruck lernen, auf den unberechenbaren Ryder zu reagieren. Die Zeit läuft. Und zwei Fragen stehen im Raum:
Public Enemies, 08-09

© Universal
Eine gewisse Ähnlichkeit zum ersten Aufeinandertreffen von Pacino und DeNiro in Heat ist in Public Enemies unvermeidbar. Geführt von Michael Mann stellen sich zwei der größten Schauspieler ihrer Generation in einem Action-Thriller dem Duell zwischen Jäger und Gejagtem – diesmal allerdings sind es Johnny Depp und Christian Bale, die sich das erste Mal vor der Kamera gegenüber stehen. Public Enemies macht eines der schillerndsten Kapitel amerikanischer Gangstergeschichte lebendig: John Dillingers legendäre Raubzüge, die ihn zum meistgesuchten Mann auf der Fahndungsliste des damals noch jungen FBIs und zum Helden für einen großen Teil der unterdrückten, benachteiligten Bevölkerung in den Zeiten der Großen Depression in den USA der 30er-Jahre
machten. Niemand schien den charismatischen Dillinger (Johnny Depp) und seine Gang stoppen zu können.

