John Rector • Frost • Rororo, 2010

Nate und Sara, ein junges Pärchen, nehmen auf der Autofahrt vom kalten Minnesota ins warme Nevada einen ominösen Herren namens Syl mit. Unterwegs geraten sie in einen schweren Schneesturm und können sich gerade noch in ein Motel retten. Dort angekommen spüren sie bei Syl keinen Puls mehr, halten ihn für tot und lassen ihn deshalb im Auto. Als sie in seinen Sachen viel Geld finden, beschließen sie, Syl verschwinden zu lassen. Nate trägt Syl in einen nahe gelegenen Graben und bemerkt leider erst zu spät, dass der Mann mehr Lebensgeister als angenommen besitzt. Der anfangs so verlockende Geldsegen wird daraufhin immer mehr zum Fluch, weil auch die anderen Motelbewohner ein Interesse an dem Pärchen entwickeln. Mit einer einfachen Sprache und einer linearen Handlung, die sich bruchlos und unmittelbar von einem Handicap zum nächsten hangelt, versteht es Rector, Spannung zu erzeugen. Diese steigert sich vom vermeintlich harmlosen Beginn zu einem furiosen Finale. (Gernod Siering)

Peter Rüchel • Rockpalast • Edel/Rockbuch, 2009

Von magischen Momenten und einem Stück Fernseh- und Musikgeschichte erzählt der neue Bildband Rockpalast, herausgegeben von niemand geringerem als Peter Rüchel himself. Er war es, der 1976 die Sendung Rockpalast für den WDR startete und damit neue Musik der breiten Masse zugängig machte. Während man heute das typische Musikfernsehen wegen Klingeltonwerbung nur schwer ertragen kann, war es in den 70ern eine kleine Revolution, die wilden Rocker live über den Äther zu schicken. Aus einer 30-minütigen Sendung entstand bald die Idee, ganze Konzerte live zu übertragen.

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