Ihre Kunst geht unter die Haut: Wenn Katherine von Drachenberg die Nadel zückt, legen sich selbst Rockgrößen wie Caleb Followill (Kings of Leon), Lemmy Kilmister (Motörhead) und Kirk Hammett (Metallica) bereitwillig unter ihre Hände. Die 28-jährige Amerikanerin, besser bekannt unter dem klingenden Namen Kat von D, ist die gefragteste Tätowiererin der Welt. Im Alter von 14 Jahren stach sie ihr erstes Motiv, brach die Schule ab und begann die männerdominierte Welt der Tattoo-Studios zu erobern.
Seitdem legt die gebürtige Mexikanerin die Tätowiermaschine kaum mehr aus der Hand. Nachdem sie in den TV-Doku-Serien „Miami Ink“ und „L.A. Ink“ ihr Können vor der Kamera zeigte, avancierte sie zum Star der amerikanischen Tattoo-Szene. Auch in Europa ist die Meisterin der Körperkunst inzwischen vielen ein Begriff – und das nicht nur als neue Flamme an der Seite von Sandra Bullocks Ex-Mann Jesse James. Weiterlesen »
Kat von D • The Tattoo Chronicles • Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010
Karen Duve • Anständig essen. Ein Selbstversuch • Galiani, 2011
Wenn ich das Wort „frutarisch“ in meinen Computer tippe, dann wird es sofort rot unterringelt, weil meine Rechtschreiberkennung nicht weiß, was das ist. Zugegeben, ich hatte bis zur Lektüre von „Anständig essen“ auch nur eine vage Vorstellung von Frutariern: eben die Spinner, die nur Obst essen, was von alleine vom Baum fällt.
Ähnlich ging es Karen Duve, die im Brandenburgischen gemeinsam mit ihren Haustieren lebt und die nur arbeiten kann, wenn sie Schokolade, Katzenpfötchen, Grillhähnchenpfanne in Aluschale isst und ziemlich viel Cola-Light trinkt. Diesen Lebensstil verteidigt sie zwar, als ihre Freundin Kerstin bei ihr einzieht. Gleichzeitig ahnt sie aber, dass er den Argumenten gegen den Genuss von Qualfleisch kaum standhalten kann. Weiterlesen »
David Schumann • The Tokyo Diaries • Rockbuch, 2009
In Zeiten von Internet-Blogs gehören Online-Tagebücher zu Auslandsaufenthalten wie anfängliches Heimweh. David Schumann, Japanologie-Student aus Köln, machte sich im März 2005 auf die Reise nach Tokio um dort ein Auslandssemester zu absolvieren. Auch er schrieb seine Erlebnisse auf, offline und nur für sich und seine Freunde. Jahre später teilt er nun seine Erfahrungen mit der breiten Masse, allerdings in klassischer Buchform unter dem Titel The Tokyo Diaries. Für den Leser fühlt es sich ein bisschen so an, als würde er das private Tagebuch von David Schumann in den Händen halten. Denn der Autor schreibt von den Startschwierigkeiten in einem fremden Land mit fremden Menschen und einer komplett anderen Kultur. Zunächst ist er auf sich allein gestellt in mitten der 8,5 Millionen Metropole.
Vincent Delecroix • Der Schuh auf dem Dach • Ullstein Verlag, 09
Ein werbewirksames Mittel im Buchhandel scheint das Wort „Roman“ auf dem Titel. So werden viele Büchlein, die nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Erzählung darstellen, in großzügigsten Druck auf über 100 Seiten gebracht und als Roman eingestuft, damit der Käufer mit ruhigerem Gewissen gut 15 Euro für das Buch ausgeben kann. In die Kategorie der fälschlicherweise als Romane bezeichneten Werke reiht sich auch Der Schuh auf dem Dach von Vincent Delecroix ein. Dieser Text verdiente es zwar, von der inhaltlichen Weite und vom Umfang mit immerhin 217 Seiten als solcher bezeichnet zu werden, ist aber dennoch keiner. Vielmehr als das ist es eine Sammlung von Erzählungen, die alle einen gemeinsamen Bezugspunkt haben – einen Schuh auf dem Dach des Nachbarhauses. Skurrile, schöne, zum Nachdenken oder Schmunzeln anregende Geschichten finden sich darunter.
Tim Jones, Mike Johnson & David Messina • Star Trek • Cross Cult 2009
Friede und ein langes Leben! Nein, ich bin kein Trekkie, auch wenn ich meine Hände zum Vulkaniergruß formen kann, alle Serien und Filme kenne. Nein, ich bin kein Trekkie! Star Trek gehört einfach zu meiner Vergangenheit, zu Schulhofgesprächen und immerfort währenden Wiederholungen auf Kabel1. Dabei ist Star Trek schon echt alt! 1966 erfolgte die erste Ausstrahlung und legte den Grundstein für den Erfolg. Star Trek „Countdown“ – der Comic – ist die Vorgeschichte zum neuen Star-Trek-Kinofilm. Wie nicht anders zu erwarten war bei einem Comic aus dem Hause Cross Cult, ist Star Trek „Countdown“ super gezeichnet und verführt des Öfteren dazu, es immer wieder in die Hand zu nehmen, um es anzuschauen. Fans von Next-Generation werden in Countdown auf alte Bekannte treffen:
