Up in the Air

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Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos für Ryan Bingham (George Clooney). 322 Tage im Jahr ist der passionierte Vielflieger in der Luft oder in Airport-Hotels, ununterbrochen unterwegs zu Firmen irgendwo in den USA. Dort übernimmt er die unliebsame Aufgabe, Mitarbeiter möglichst schmerzfrei über ihre Entlassung zu informieren.

Dem Workaholic ist es gelungen, Mitte 40 zu werden, ohne eine wirkliche Beziehung zu führen, sieht man von seinen exklusiven Reiseprogrammen ab. Stattdessen hat nur ein Ziel: Er will der siebte Mensch werden, der als Frequent Flyer die sagenumwobene 10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbricht. Doch dann lernt er auf einer seiner Reisen am Flughafen eine die Geschäftsfrau Alex (Vera Farmiga) kennen, die eine menschliche Seite in ihm weckt, die er längst vergessen glaubte. Gleichzeitig droht sein Berufsleben aus den perfekt organisierten Bahnen zu geraten, als die ehrgeizige junge Harvard-Absolventin Natalie (Anna Kendrick) seinen Chef davon überzeugen kann, in der Firma ein paar Modernisierungen durchzusetzen, die Ryan künftig an den Schreibtisch fesseln würden. Ryans erfülltes Nomadenleben, in dem Statussymbole den Platz traditioneller Werte eingenommen haben, scheint außer Kontrolle zu geraten: Denn wo soll ein Mann hin, der kein Zuhause hat? Seine Reise kommt endgültig ins Stottern, als er zur Hochzeit seiner Schwester in Winsconsin eingeladen wird – und gezwungen ist, seiner Familie zu begegnen, die er sein gesamtes erwachsenes Leben ignoriert hat, womit ein unerwarteter Hunger nach etwas Tieferem ausgelöst wird. Mit seiner Verfilmung des Bestsellers Der Vielflieger von Walter Kirn stellt Regisseur Jason Reitman spannende Fragen: Wie gelingt es uns in einer Zeit, in der Reisen in die ganze Welt an der Tagesordnung sind und Kommunikation fast ausschließlich mittels Maschinen stattfindet, zu jenen bleibenden Beziehungen zu kommen, die einst Dreh- und Angelpunkt amerikanischer Gemeinden waren? Und was passiert, wenn wir ihnen aus dem Weg gehen? Up In The Air ist eine pfiffige, bissig-charmante Komödie, die zeitgemäßer nicht sein könnte, ein zutiefst menschlicher Film, in denen die Figuren alle Erwartungen unterlaufen: Ryan steht dabei exemplarisch für die Unverbindlichkeit und Distanzierheit unserer Zeit. Nie war George Clooney besser als in der Rolle eines unverbesserlichen Vielfliegers, der sich nirgends wohler fühlt als in der Business Class, der alles hat und doch feststellt, dass etwas Entscheidendes fehlt. (Paramount Pictures/ag)

Up in the Air
Tragikkomödie
Kinostart: 10.02.2010
Regie: Jason Reitmann

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