Mit seinem Roman Submarino gibt Jonas T. Bengtsson einen radikal realistischen Einblick in eine brutale Welt am Rande der Gesellschaft. Genauer gesagt, in die Welt von Nick und seinem älteren Bruder, die in Kopenhagen leben und deren Leben schon sehr früh aus den Bahnen geraten sind. Gemeinsam hatten sie Erlebnisse, die sie noch immer prägen, seien es die Abstürze ihrer alkoholkranken Mutter oder das Bild des kleinen Bruders, der eines Morgens ganz still in seinem Bett lag und nie wieder aufgewachte. Trotz der gemeinsamen Kindheit, haben die Brüder aber kaum Kontakt zueinander. Jeder lebt sein eigenes Leben und seine eigenen Katastrophen.
Jonas T. Bengtsson • Submarino • Klett-Cotta, 2009
Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3
Während die Uhr tickt und Ryder gnadenlos sein Ziel verfolgt, sucht der Fahrdienstleiter Walter Garber (Denzel Washington) fieberhaft nach einer Möglichkeit, den Gangster zu stoppen. Das Problem: Garber ist Beamter der New Yorker Verkehrsbetriebe – er ist kein Polizist und er ist für Verhandlungen mit Gangstern und Terroristen in keiner Weise ausgebildet. Dennoch besteht Ryder darauf, ausschließlich mit ihm zu sprechen. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine dramatische Verhandlung, bei der etliche Menschenleben auf dem Spiel stehen. Bei den Wortgefechten muss Garber unter Hochdruck lernen, auf den unberechenbaren Ryder zu reagieren. Die Zeit läuft. Und zwei Fragen stehen im Raum:
Berlin ’36

X Verleih
In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt gegen Gretel die bis dahin unbekannte „Konkurrentin“ Marie Ketteler (Sebastian Urzendowsky) ins Rennen um die Olympia-Qualifikation – sie soll Gretel übertreffen. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden. Am Ende muss sich zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Intrige der Nationalsozialisten ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt…
Stefan Wimmer • Der König von Mexiko • Eichborn Verlag, 2008
Amüsant, geistreich und gehaltvoll – diese eher seltene Kombination gelingt Stefan Wimmer in seinem Roman „Der König von Mexiko“. Zur Handlung: Ingo W. Falkenhorst ist Germanist und Promotionsstipendiat an der Universität von Mexiko-Stadt. Seine Lieblingsorte sind nun allerdings nicht die Bibliothek oder der Hörsaal, sondern das Centenario, eine Kneipe voll von zwielichtigen Gestalten, die bereits zur Mittagszeit ihren hochprozentigen Leidenschaften nachgehen. Fühlt er sich dort am wohlsten, so bringt ihn die ausgeprägte Neigung zu Frauen bald mit der schnippischen Tenderly zusammen. Mit ihr beginnt sein Aufstieg in die öde High Society der mittelamerikanischen Metropole.
Louis Begley • Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe. Über Franz Kafka. • DVA 2008
Am 3.Juli wäre Franz Kafkas 125.Geburtstag. Begley, der große zeitgenössische Autor, bringt uns dessen Leben und Werk in „Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe“ mit intensiver, ferner kritischer Betrachtung näher. Obwohl Kafkas Werk überschaubar ist, hat kaum ein anderer deutschsprachiger Schriftsteller die Literatur der Moderne so geprägt wie er. Wer war dieser Mann, der fast das ganze (40-jährige) Leben in der Wohnung seiner Eltern, in einem Durchgangszimmer, verbrachte und ständig unter väterlichem Druck stand? Warum fand er nicht den Mut, sich gänzlich der Literatur zu widmen? Welche Ängste hielten oder trieben ihn? Was in dem Genie vorging, erklären die von Begley ausgewählten Selbstzeugnisse Kafkas. Durch Ergänzungen, wie sie der US-Autor an den richtigen Stellen setzt, skizziert er ein anschauliches Bild.

